Albers, Johann F.H.

Lehrbuch der Semiotik

Lehrbuch der Semiotik
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619 S., geb. 1. Auflage 2015
Der Verlag Mit der vorliegenden Publikation von Johann Friedrich Hermann Albers' Lehrbuch der... mehr
Produktinformationen "Lehrbuch der Semiotik"
Neusatz in moderner Schrift
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Semiotik ist die Lehre von der Bedeutung der Krankheitszeichen, wodurch Sitz und Dynamik einer individuellen Symptomatik besser verstanden werden können. Alber’s Lehrbuch (im Neusatz) zeigt deutlich, wie sehr Hahnemanns Homöopathiekonzept (v.a. Arzneimittelprüfungen und Similefindung) semiotisch fundiert ist und zum tieferen Verständnis der Homöopathie nach S. Hahnemann beitragen kann. 

Beschreibung

Der Verlag
Mit der vorliegenden Publikation von Johann Friedrich Hermann Albers' Lehrbuch der Semiotik erfährt eines der wichtigsten medizinischen Semiotik-Lehrwerke des 19. Jahrhunderts eine Neuauflage.
Semiotik ist die Lehre von der Bedeutung der Krankheitszeichen. In der praktischen Anwendung bedeutet Semiotik die Kunst, aus den objektiven, d.h. wahrgenommenen und den subjektiven, d.h. berichteten Zeichen eines kranken Menschen Rückschlüsse hinsichtlich der Diagnose und Prognose der dem Leiden zugrundeliegenden Krankheit zu ziehen. Indem sich die Semiotik auf Erfahrungswissen stützt, das über Jahrhunderte hinweg auf Basis sorgfältiger und immer wieder bestätigter Beobachtungen gesammelt und systematisiert wurde, ist sie auch und gerade heute in Zeiten der Überspezialisierung in der Lage, wertvolle, zuweilen entscheidende Hinweise für das Verständnis von Sitz und Dynamik einer individuellen Symptomatik zu geben. Die Wiederentdeckung der Semiotik bedeutet also zugleich auch eine notwendige, längst überfällige Kurskorrektur.
Albers' 1852 erschienenes Lehrbuch der Semiotik ist in drei Teile gegliedert: Der erste vermittelt die wichtigsten Begrifflichkeiten des semiotischen Konzeptes, der zweite behandelt die vielgestaltigen Implikationen des grundlegend dynamischen Verständnisses der Semiotik von Krankheit als einer Abfolge von Krankheitszuständen und deren semiotische Deutung, und der dritte, weitaus umfangreichste, stellt in extenso zunächst die allgemeinen und dann die lokalen Krankheitszeichen und deren mögliche pathologische Bedeutungen dar. Dabei werden sowohl objektive als auch subjektive Krankheitszeichen (wie etwa die verschiedenen Schmerzempfindungen oder Modalitäten von Besserung und Verschlimmerung bestehender Beschwerden) unter semiotischen Gesichtspunkten betrachtet.

Die Beschäftigung mit der Semiotik wirft ein völlig neues Licht auf die Homöopathie und bewirkt zugleich ein wesentlich tieferes Verständnis derselben. Es wird dabei deutlich, daß die semiotische, d.i. zeichenbasierte Herangehensweise an das menschliche Kranksein die Blaupause für das therapeutisches Konzept Hahnemanns darstellt - und zwar, was die Erforschung der den Arzneien innewohnenden Heilkräfte angeht ebenso wie das praktische Vorgehen bei der Herstellung des Ähnlichkeitsbezuges zur Auffindung der indizierten homöopathischen Arznei. Indem die Semiotik eine sichere Diagnose jenseits der mit unverbindlichen Diagnosebezeichnungen belegten Syndrome der heutigen Lehrmedizin gestattet, trägt sie maßgeblich zur Bestimmung der anatomischen Wirksphäre bei und ist deshalb bei der homöopathischen Fallanalyse und Mittelfindung von allergrößtem Nutzen.
Da das semiotische Vorgehen mit der Bestimmung von Art und Ort des Krankheitszustandes und der Prognose endet, bezeichnet es die Schnittstelle zur sich anschließenden Therapie - von daher ist die Semiotik, unabhängig davon, ob der Behandler Schul- oder Alternativmediziner ist, grundsätzlich jedem medizinischen Therapeuten von allerhöchstem Nutzen.
Albers' Lehrbuch der Semiotik erscheint im Neusatz in moderner Schrift.

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