Fall-Rätsel

Fall (chronischer Schmerz am Steißbein)
Seit einigen Jahren leidet eine 40 jährige Patientin bereits an Schmerzen am Steißbein, die durch Sitzen und überhaupt jeglichen Druck am Steißbein schlimmer werden. Weitere Symptome finden sich bei der Befragung.
- Taubheitsgefühle in den Händen in der Nacht
- Stuhlgang schwierig, mit dem Gefühl der Einschnürung des Rektums während des Stuhlgangs
- Allgemein geht es ihr schlechter bei kaltem Wetter und bei Zugluft (selbst an recht warmen Tagen).
Die heilende Arznei in 200. Potenz für 3 Tage und danach 1 x die Woche bis zur Besserung verbreicht und nach Rückkehr der Beschwerden nochmalige Gabe der Arznei für 3 Tage besserten die Schmerzen deutlich. Doch brauchte es noch einige Monate bis die jahrelangen Schmerzen der Patientin vollständig verschwunden waren.
(Lit: aus Gunavante, S.M.: Introduction to Homoeopathic Prescribing, Ind. Ed.)

Fall-Rätsel

Fall (Akuter Heuschnupfen)
Die Patientin (42 Jahre) kommt mit einem aufgeschwollenen Gesicht, v.a. die Lider sind fast ganz zugeschwollen, sie sieht nur noch durch einen schmalen Spalt. Das Gesicht juckt und brennt sehr. Die Schwellung ist mit weinroten Flecken durchsetzt, nicht überall rot. Leichter Tränenfluss (nicht wundmachend). Die Bindehaut ist geschwollen und rot (Chemosis). Das Gesicht ist links etwas stärker betroffen.
(Lit:: R. Keller, Die akute Heuschnupfenbehandlung in der homöiopathischen Praxis)

Fall-Rätsel

Fall: Herzbeschwerden nach Ärger
C. Hering beschreibt in seinem Werk Analytisches Repertorium der Geistessymptome
(Hrsg. Till Verlag) folgende kurzgefasste Kasuistik.
Die Patientin hat bei einer Herzklappenerkrankung ein Zittern und Flattern des Herzens, welches im Herzen bis zwischen die Schultern als quälend schmerzhaft gespürt wurde; dies verbreiterte sich aufwärts, selbst bis in den Kopf, wo es ebenfalls als schmerzhaftes Pochen empfunden wurde; gleichzeitig schien die Luft beim Einatmen so kalt zu sein, daß dieselbe selbst in den Lungen als sehr unangenehm kalt empfunden wurde. Diese Symptomatik zeigt sich besonders nach verdrießlicher Geistesaufregung, wozu die Patientin sehr geneigt war.
Welche Arznei wählte C. Hering?

Fall-Rätsel

Fall (Gastritis u. Heuschnupfen)
Eine 36 jährige Frau klagte schon seit Jahren über brennende Magenschmerzen einige Zeit nach dem Essen. Fett (Sodbrennen) und Milch (Durchfall) verträgt sie nicht gut.. Sie trinkt lieber warme Getränke als kalte. Auch das Zimmer hat sie gern gut warm. Früher erwachte sie öfter nachts mit Hunger. Manchmal hat sie das Bedürfnis nach einem alkoholischen Getränk.
Ihre Ehe ist schlecht, viel Ärger, den sie hinunter schluckt, damit es keinen Streit gibt. Dadurch kommen dann aber auch die Magenschmerzen. Sie schläft dann auch schlecht.
Zur Vorgeschichte erfährt Dr. Leers , dass sie nach der Geburt ihres 2. Kindes eine Mastitis gehabt habe und seitdem (10 Jahre) auch an Heuschnupfen mit viel Niesen und Erstickungsgefühl leidet, und zwar nicht nur zur Zeit der Gräserblüte, sondern schon lange vorher.
Die Zunge ist grau belegt, der Magen druckschmerzhaft und gebläht. Bei der Untersuchung fällt auf, dass sie sehr kleine Brüste hat, obwohl sie sonst nicht mager ist.
Ein Mittel schien zugleich auf die Gastritis und auch auf den Heuschnupfen zu passen

Fall-Rätsel

Fall (Kopfschmerzen)
Frau, 35 Jahre, wohlbeleibt, litt nach erstem Eintritt ihrer Menses nun schon seit 15 Jahren an Kopfschmerzen. Ihre Kopfschmerzen beschrieb sie als heftig und dumpf, den ganzen Kopf einnehmend; sie musste auf der Seite liegen und konnte nicht einen Augenblick auf dem Hinterkopf ruhen, nicht das geringste Licht vertragen. Das geringste Geräusch erweckte Ekel, Übelkeit und Erbrechen. Die Anfälle dauerten 36-48 Stunden und begannen gewöhnlich am 3.-4. Tag nach Beginn der Menstruation. Diese war reichlich, aber schmerzlos.
Die passende Arznei in hoher Potenz, während eines Anfalls gegeben, befreite die Frau 3 Monate von ihrem Leiden. Sie bekam weiter das gleiche Mittel und hatte dann keinen weiteren Rückfall.
(Lit: O. Eichelberger, Klassische Homöopathie Bd.2)

Fall-Rätsel

Fall (Angststörung)
Ein 22 jähriges, immer gesundes und kräftiges Mädchen hat seit 5 Wochen einen ängstlichen, verstörten Blick und klagt, es sei in ihrem Kopfe nicht richtig. Sie werde wohl verrückt werden, denn sie habe eine fürchterliche Angst, Tag und Nacht keine Ruhe, so als ob sie jemanden ermordet habe. Die Angst lasse ihr keine Ruhe und nehme ihr den Appetit. Weiterhin klagte sie über Schwindel zum Vornüberfallen, fliegende Hitze im Gesicht und heftiges Herzklopfen mit Brustbeklemmung. Bitterer Mundgeschmack, Stuhl hart und weiß-gelb. Herzgrube und linkes Hypochondrium druckempfindlich. Das Mittel besserte am nächsten Tag, Heilung in einigen Tagen.
(aus Lit: Eichelberger, O.: Klassische Homöopathie Bd.2)

Fall-Rätsel

Fall (Bauchschmerzen, Kolikartig)
Ein Patient kommt zu Dr. S.R. Phatak mit Anfällen von heftigen Bauchschmerzen. Vor den Schmerzanfällen beginnt es mit Stuhldrang, dann beginnen die Schmerzen, die auch nach dem Stuhlgang nicht besser werden, Verschlimmerung am Abend zwischen 21 und 22 Uhr. Während der Schmerzen muss der Patient umherlaufen, obwohl die Bauchschmerzen dadurch nicht besser werden.
Einem andereren Patient mit Nierenkollik konnte Dr. Phatak ebenso helfen. Auch dieser musste während der Schmerzen unbedingt umhergehen und zeigte ein weiteres Charakteristikum der heilenden Arznei, nämlich eine Verbesserung durch Rückwärts strecken.
(Lit:: Phatak, Dr. S.R.: Clinical Experiences (engl. Indian Ed.)

Fall-Rätsel

Fall (Gastritis)
Eine 36 jährige Frau mit einer Gastritis klagte seit 3 Wochen über sehr saures Erbrechen, Magenschmerzen, Durchfall und hämmernde Kopfschmerzen. Die Magenschmerzen waren besonders schlimm morgens vor dem Frühstück und besserten sich vorübergehend durch Essen. Auch Liegen wurde angenehm empfunden. Vor den Kopfschmerzen flimmerte es vor den Augen.
Auf D6 des passenden Mittels ___(?)___, 3 x 5 Tropfen vor dem Essen, kam nach 10 Tagen ein Anruf: Sie muss weniger erbrechen, Magen- und Kopfschmerzen sind besser geworden. Nach knapp 2 Monaten war sie beschwerdefrei.
(Lit. Leers, H.: Einfache Homöopathie in Fallbeispielen, leider vergriffen)

Fall-Rätsel

Fall 1: (Dyspepsie)
Heftige Magenschmerzen; zuweilen scheint der Schmerz im Magen lokalisiert zu sein, dann wieder in der Brust; stets gebessert durch Hinlegen; vermehrt durch Umhergehen;
Verstopfung; öfter jedoch erfolgloser Stuhladrang; nächtliche Schlaflosigkeit; kann in keiner Stellung Ruhe finden. Die Schmerzanfälle treten ein- oder zweimal täglich auf; im Verlauf der Erkrankung hat sich ein kleines Karbunkel am Nacken, über der Wirbelsäule, gebildet.
Mit der Arznei X, wiederholt alle 6 Stunden, linderte Dr. W.E. Payne die Schmerzanfälle sofort bis zur Schmerzfreiheit nach 1 Woche.

Fall 2: (Influenza)
Vom gleichen homöopathischen Arzt erhalten wir einen weitere klinische Beobachtung aus der täglichen Praxis. Dr. W.E. Payne berichtet von einer Grippeepidemie, bei der begleitend beträchtliche Heiserkeit oder eine vollständige Aphonie zugegen war, bei der die Arznei Y schnell heilte.
(beide Fälle aus Lit: Temple S. Hoyne, Praxis der homöopathischen Heilkunst)

Homöo-Rätsel

Neuralgie (Zahnschmerzen)
(aus Lit.: Case, E.A., Some Clinical Experiences with selected writings; ed. Jay Yasgur)

Eine schlanke braunhaarige Frau (29 Jahre alt) hat seit 3 Tagen neuralgische Schmerzen, die sich vom linken Ohr zum linken Ober- und Unterkiefer erstrecken, besonders schmerzen 2 Zähne im Oberkiefer, die eine Goldfüllung aufweisen. Die einzige kurzzeitige Besserung erlangt die Patientin, wenn sie immer wieder eiskaltes Wasser in den Mund nimmt.
Welche Arznei half schnell und langfristig?

Homöo-Rätsel

"Hämorrhoiden - 2 Fälle"
(aus Lit.: Case, E.A., Some Clinical Experiences with selected writings; ed. Jay Yasgur)
Fall 1:
Eine 50 jährige Frau ist schon lange 'verstopft', seit 2 Wochen hat sie dauerhaft Hämorrhoiden, die bisher nur während der Menses auftraten. Folgtende Symptome notierte E.A. Case
- Obstiptation, schwieriger Stuhlgang
- Äußere Hämorrhoiden (< Anstrengung und nach Stuhlgang)
- Scharfe stechende Schmeren
- Während des Stuhlgangs Gefühl, als ob im Rektum etwas gerissen wäre
- Nach dem Stuhlgang das Gefühl, als wäre das Fleisch am Perineum vom Knochen gerissen.
- Schmerzen im Lumbalbereich in die Schenkel abwärts ziehend
- Schlaflos vor Mitternacht
- verdrießlich, Melancholie (über Familienangelegenheiten).
Welches Symptom führte E.a. Case direkt zur Arznei?

Fall 2:
Ein 49 jähriger Mann leidet seit 3 Wochen an Hämorrhoiden, die beim Pressen heraustreten, aber nicht bluten. Sie sind sehr wund und schmerzhaft mit der Empfindung von Druck und Hitze im Anus. Der Stuhl ist trocken, schwergängig, häufig in Form dunkler runder Kugeln. Der Urin ist safrangelb; Melancholisches Temperament. Schon während der Zeit bei der Armee litt er an Hämorrhoiden und einer Fistel am Anus. Er wurde damals operiert (1870) und hat Angst vor einer weiteren Operation. Die Verordnung von E.A. Case kurierte die Verstopfung und die Hämorrhoiden in wenigen Tagen mit ...?

Homöo-Rätsel

"Nervöse Erschöpfung"
Ein 18 jähriger Junge kommt in Begleitung seiner Mutter zu H. Leers in die Praxis. Er ist müde, nervös, reizbar und uninterssiert. Das Lernen fällt ihm schwer. Die Schulzeugnisse sind schlecht. Er ist erschöpft. Er fürchtet zu versagen. Er schwitzt viel. Zeitweise leidet er an Durchfällen. Anstrengungen hält er nicht lange durch. Er hat viel Schlafbedürfnis. Er ist immer wieder erkältet, hat oft Schnupfen und Mandelentzündungen. In den Ferien arbeitete er in einer Friedhofsgärtnrei. Das tat ihm gut. Die Füße sind schweißfeucht, ein typisches Schnupfenzeichen. Die Lymphdrüsen am Hals sind druckschmerzhaft. Die Zunge ist grau belegt und leicht zyanotisch. Die Haut ist schlecht durchblutet, die Muskulatur schlaff.
(Lit.: Leers, Hans, Einfache Homöopathie in Fallbeispielen Bd.1)

Homöo-Rätsel

Atrophische Pharingitis (nach C. M. Boger, Clinical cases 1922/23)
Die Patientin hatte vor 3 Jahren Grippe, seit der Zeit ist der linke Trapezius-Muskel kontrahiert. Weiterhin liegt ein seltsamer, erschaudernder, kriechender Schmerz im oberen Hinterkopf, der sich zur Stirn und den Rücken herunter ausbreitet. Die Stirn fühlt sich zusammengezogen an. Brennende Stellen auf dem Kopf, die herumwandern. Zucken hier und da nachts. Weitere Symptome sind
- wenig Milch beim Stillen
- kratzendes Gefühl in den OIhren
Der Rachen sieht glasiert aus und fühlt sich nach einer Klette auf einem trockenen Fleck darin an, zuerst auf der einen Seite, dann auf der anderen.
- Übelgelaunt, reizbar und besorgt über ihren Zustand.
- Geräusche verschlimmern.
(Winter, Norbert: Der Schlüssel zu C.M. Bogers "Synoptic key")

Homöo-Rätsel

Fall: Neuralgische Schmerzen
Eine junge Frau klagte über heftige neuralgische Schmerzen. Nach mehreren homöopathischen Arzneien (ohne Besserung) änderte sich der Charakter der Schmerzen. Der Schmerz breitete sich vom linken Augapfel zum Hinterkopf (links) aus, als ziehe eine Schnur von Augapfel zum Hinterkopf.
Dieses Symptom erinnerte Dr. H.N. Martin an ein ähnliches Symptom; als ziehe eine Schnur von der Brustwarze zum Rücken, mit Schmerz in der Brustwarze, wenn das Kind daran saugt. Auf Grundlage dieser Analogie entschied er sich für die Gabe von ...?...(Arznei).
Wenige Stunden später verschwanden die neuralgischen Schmerzen vollständig (keine Rückkehr seit 10 Tagen).
(Lit: Choudhuri, Dr. N.M.: A Study on Materia Medica)

Homöo-Rätsel

Fall: Rheumatoide Arthritis
Mrs. X, 52 Jahre kam im April 1936 in die Ambulanz von M.L. Tyler und klagte über rheumatische Arthritis. Hände und Füße waren deformiert. Die Symptome ließen an Causticum oder Medhorrinum denken (-> ohne Besserung). Später bekam sie aufgrund der ausgeprägten Verschlimmerung durch Gewitter über einige Monate (!) Rhododendron in verschiedenen Potenzen, was eine deutliche Besserung brachte. Im Februar 1937 waren die Hände 'weniger gut', wieder mehr Schmerzen. Rhododendron half nicht mehr; erneut Causticum.

März 1937: M.L. Tyler fand geraus, dass die Hände der Patientin schlimmer während der Periode und 3 Tage vorher waren und gut nach der Periode waren.
Daraufhin gab M.L. Tyler ---?--- eine Dosis in der C30.

Homöo-Rätsel

Halsweh
17.01.14, Mann, 24 Jahre.
Seit der Vorweihnachtszeit beständig Halsschmerzen: Empfindung wie verbrannt, früh, v.a. aber nachts <; Trockenheitsgefühl; Geschwulstgefühlim inneren Hals. Geschmacksveränderung wie verbrannt.
Zunge weist lokale Schwellungen auf; die Veränderungen beginnen stecknadelkopfgroß und schwellen dann wulstig an; die Halslymphknoten sind geschwollen. Starke Müdigkeit, kann morgens kaum aufstehen; Schlaf ist nicht erholsam. Ausgeprägte Anfälle von Übelkeit, die mehrere Stunden anhalten.
Vorgeschichte: Ende 2012 hatte er eine zunächst nicht erkannte und schulmedizinisch als Tonsillitis behandelte Mononukleose. Seitdem ist eine deutliche Schwächung der Konstitution zu beobachten; immer wieder hat er Infekte, teilweise mit Halsbeteiligung.
Verlauf:
Verordnung: ... C30, in Wasser aufgelöst, drei Tage hintereinander jeweils ein Teelöffel.
Schon ab dem zweiten Tag Rückgang von Drüsenschwellung, Hals- und
Zungenbeschwerden.
(Seminarskript von Dr- Jens Ahlbrecht G.H.G. Jahr Hdb. Hauptanzeigem)

Homöo-Rätsel

Laryngitis
Frau R., 20 Jahre, besuchte ein Meeting, war einem Schneesturm ausgesetzt und machte Stimmübungen. Auf dem Weg nach Hause spürte sie ein leichtes Kratzen und Stechen im Kehlkopf, gefolgt von Husten, ohne Auswurf. Nachts, Trockenheit und Schmerzen im Hals mit Fieber, Heiserkeit und ein tiefer Husten kruppösen Klangs setzten ein. Artikulation wurde schwierig und die Heiserkeit nahm zu. Sie verlor ihre Stimme und die Patientin konnte nicht mehr als ein Flüstern herausbringen. Währenddessen klagte sie über Schmerzen im Hals und ein Stechen im Kehlkopf. Aconitum C6 wurde ihr zuerst verschrieben, woraufhin das Fieber zurückging. Hepar sulph. C6 wurde gegeben und bevor weitere 24 Stunden vergingen, änderte sich die Art des Hustens - ,weißlicher mit Schleim besetzter Auswurf, in dem keine Spuren von Blut zu finden waren. Während der nächsten 24 Stunden verschwand der Schmerz und das Stechen im Kehlkopf fast vollständig und der Husten war weniger schlimm; blieb gleich für die nächsten ein bis zwei Tage, Auswurf beträchtlich zäh, grünlicher Schleim. Husten wurde schlimmer in der Nacht. Hyoscyamus C6, zwei oder drei Dosen; Menge des Auswurfs vervielfältigte sich, und eine recht große Anzahl dicker Klumpen schweren Schleims wurden ausgehustet. Außerdem war keine Wiederkehr der Stimme festzustellen.
B. Fincke verordnete die homöopathische Arznei jeweils eine Gabe in C30 und C200 mit guter und schneller Wirkung; die Heiserkeit verschwand und die Patientin konnte wieder laut sprechen.
(Li: Choudhuri, N.N.: A Study on Materia Madica)

Homöo-Rätsel

08.04.2011: Junge, 17 Jahre.
Hat sich wohl vor einer Woche erkältet und ist bereits seit mehreren Tagen
krank.
Hauptbeschwerde: Husten; Auswurf nur morgens, gelb bis gelb-grün;
Hustenreiz im Bereich von Kehlkopf oder Halsgrube; Husten nachts trokken,
Pat. erwacht gegen Mitternacht oder auch gegen 2 Uhr wegen des
Reizhustens; Trinken lindert den Hustenreiz etwas; tagsüber vergleichsweise
wenig Husten; Pat. hat inzwischen vom Husten Muskelkater im
Bauch.
Nasenabsonderung: Mal klar, mal gelb, mal braun bzw. rostfarben.
Schmerzen hinter dem rechten Auge, auswärts stechend, Bücken <.
Seit der Erkrankung auffallend viele Pickel im Gesicht (Stirn, Nase, Oberlippe,
Kinn), die wehtun.
Kein Fieber, auch ansonsten keine Veränderungen zum gesunden Zustand.
Verordnung und Verlauf:
____________ C30 (Spagyros), 2 Globuli auf ein halbes Glas Wasser, 3
Tage lang einmal täglich einen Teelöffel.
Rückmeldung am 11.04.2011: Bereits nach der ersten Einnahme beinah
sofort einsetzende Besserung. Aktueller Zustand: Kein Reizhusten, kein
Auswurf mehr; Nasenabsonderung fast weg; Pickel im Gesicht deutlich
zurückgegangen; Allgemeinbefinden wesentlich besser, mehr Energie
etc.
Es war keine weitere Arzneigabe mehr erforderlich.
(Seminarskript von Dr- Jens Ahlbrecht G.H.G. Jahr Hdb. Hauptanzeigem)

Homöo-Rätsel

Fall: Hautausschlag
Frau, 29 Jahre alt, klagt über Hautaisschlag mit Eiterbildung auf den unteren Gliedmaßen (Diagnose: Furunkel), Juckreiz < am Nachmittag; besteht seit 4 Jahren. Antibiotika verschafften Ihr etwas Erleichterung. Keine klinischen Befunde an Magen und Lunge, keine signifikante Vorgeschichte, außer einer Pilzinfektion auf der Kopfhaut, die durch Steroide und andere Medikamente unterdrückt wurde. Diese Informationen befriedigten mich keineswegs. Auf langes Nachfragen erzählte sie mir, dass sie Träume von Schlangen habe, die sie immer wieder bissen. Welche Arznei kam hier zum Einsatz?
(Dr. B.. Patel, KH39,6(1995)

Homöo-Rätsel

Fall: Heuschnupfen
Ein 37jähriger Mann leidet seit Jahren an Heuschnuopfen. Diesen Sommer haben sich plötzlich juckende Quaddeln auf der Haut gebildet, die in ein trocknes Ekzem übergegangen sind. Dazu kamen noch nächtliche spastische Reizhustenanfälle mit Beklemmung auf der Brust und Auswurf von glasigem Schleim., die bei Wetterwechsel und nach Verzehr von frischem Obst verstärkt auftraten.
Aus der Vorgeschichte ist eine Tonsillektomie vor 3 Jahren wegen chronisch vereiterter Mandeln bekannt. Sein Vater erkrankte im Alter an Asthma bronchiale. Sein auffallendes Symptom war ein schwächender Durchfall mit Übelkeit, der nach den spastischen Hustenattacken auftrat. Nach der Verabreichung der Arznei in der Q 6 besserten sich seine Beschwerden innerhalb von 4 Wochen fast vollständig. Welche Arznei kam hier zum Einsatz?
(A. Wegener, KH 39, 6 (1995).

Homöo-Rätsel

Fall: Migräne
Eine 32 jährige Patient kommt 1991 zu R. Eichler in die Praxis. Sie kommt wegen ihrer Migräne (seit 5 Jahren), unterbrochen nur durch 2 Schwangerschaften und die Stillzeiten.
Die Migräne käme ca. 1 x in der Woche (meist am Wochenende). Die Schmerzen beginnen meistens im Nackenbereich, ziehen dann über den Kopf zur Stirn und drücken dort sehr heftig in die Stirn hinein. Sie müsse sich dann unbedingt hinlegen, dürfe sich nicht bewegen, nur so würde es etwas besser. Erbrechen bessere sofort, auch warme Auflagen auf die Stirn linderten. Ein Zusammenhang mit der Periode sei bisher nicht erkennbar. Bis auf gelegentliche Ischialgien sei sie immer gesund gewesen. Sie neige zum Perfektionismus und setze sich selbst unter Druck. Von Kindesbeinen an habe sie große Angst vor Messern. Das sei so schlimm, dass sie sich nicht einmal neben einen Familienangehörigen hinstellen könne, wenn der ein Meser in der Hand hatte. Sie habe auch Höhenangst und leichte Engeangst. Sie sei leicht ungeduldig. Rotwein vertrage sie nicht, führt zu Migräne. Gern esse sie Butter und sie sei niemals durstig. Das Knien tue ihr in den Gelenken weh. Sie habe Schmerzen in den Kniescheiben, wenn sie die Knie lange gebeugt halte, z.B.nach längerem Sitzen. Oft habe sie Schwindel, z.B. nach dem Bücken. Sie leide an brüchigen Nägeln und insgesamt an sehr trockener Haut.
(Lit. aus AHZ Bd. 239 (1994)

Homöo-Rätsel

Fall: Fieber Delir
Eine besorgte Mutter ruft am 2310.1989 bei Dr. W. Klunker an. Das 4 jährige Mädchen sei am Abend vorher an Kopf- und Bauchschmerzen sowie an Fieber von 39,5° erkrankt. In der Nacht Schlaflosigkeit, dazwischen Delirien, in denen sie von Schlangen bedrängt wurde. Heute morgen 39,3°.
(Lit. aus ZKH, Bd. 35 (1991)
Welche Arznei half innerhalb weniger Stunden? (Bell., Hyos, Stram., Op.waren es nicht.)
Homöopathie und Rationalität
Medizin zwischen Empathie und Objektivismus

Das Programm Galileis alles zu messen, was messbar ist, und messbar zu machen, was noch nicht messbar ist, hat in den letzten zwei Jahrhunderten die Medizin in einer Weise und in einem Ausmaß transformiert, dass heute weltweit unter wissenschaftlicher Medizin wie selbstverständlich Quantifizierbarkeit, Reproduzierbarkeit und Standardisierbarkeit verstanden wird. Was sich nicht objektivieren, das heißt maschinell erfassen, verarbeiten und auswerten lässt, wird von der modernen evidenzbasierten Mainstream-Medizin nicht wirklich wahrgenommen, geschweige denn behandelt. Trotz ihrer Erfolge und Unentbehrlichkeit bei bestimmten Indikationen fühlen sich dabei aber immer mehr Patienten unverstanden und übergangen und suchen ihr Heil in alternativen Therapiemethoden.

Wenn Menschen aber mehr sind als die Summe ihrer Messwerte und über je eigene subjektive, seelisch-geistige Dimensionen verfügen, zeigt sich beim Versuch ihrer wissenschaftlichen Erfassung das Ungenügen einer bloß naturwissenschaftlich ausgerichteten Rationalität. Empfindungen, Leiden und Sehnsüchte eines Menschen lassen sich nicht durch Maschinen, sondern nur von mitempfindenden, mitleidenden und mitsehnenden Menschen wahrnehmen und innerhalb des jeweiligen Lebenskontextes und Sinnzusammenhangs verstehen und bewerten. Die dazu erforderliche Empathie erweist sich in der Medizin als notwendige und unerlässliche Bedingung einer ganzheitlichen Anamnese, wenngleich sie allein noch keine wirksame Therapie garantiert. Statt ganz in seinem Mitgefühl aufzugehen, muss der Therapeut stets auch eine gewisse Distanz zum Patienten wahren, um gezielt und rational entscheiden und Hilfe leisten zu können.

Im Gegensatz zur konventionellen Medizin wie auch zur Psychologie und Psychosomatik ist die Homöopathie in der privilegierten Situation, in ihrer Theorie beide Aspekte abzudecken. Hahnemanns rationale Methodik einer experimentellen Pharamakotherapie und seine Anweisungen an den ärztlichen Beobachter zur vorutreilsfreien und empathischen hermeneutisch-phänomenologischen Erfassung des individuellen Patienten einschließlich seiner gesundheitlichen Entwicklung sind gleichermaßen bestimmend für die homöopathische Heilkunst. In der Positionierung gegenüber normativen Geltungsansprüchen der prädominanten studien-, statistik- und ökonomiebasierten Schulmedizin täten Homöopathen gut daran, diese ihre methodische Stärke wirkungsvoller zu vertreten.

(Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie, WissHom, 2013)