Homöo-Rätsel

Fall: Migräne
Eine 32 jährige Patient kommt 1991 zu R. Eichler in die Praxis. Sie kommt wegen ihrer Migräne (seit 5 Jahren), unterbrochen nur durch 2 Schwangerschaften und die Stillzeiten.
Die Migräne käme ca. 1 x in der Woche (meist am Wochenende). Die Schmerzen beginnen meistens im Nackenbereich, ziehen dann über den Kopf zur Stirn und drücken dort sehr heftig in die Stirn hinein. Sie müsse sich dann unbedingt hinlegen, dürfe sich nicht bewegen, nur so würde es etwas besser. Erbrechen bessere sofort, auch warme Auflagen auf die Stirn linderten. Ein Zusammenhang mit der Periode sei bisher nicht erkennbar. Bis auf gelegentliche Ischialgien sei sie immer gesund gewesen. Sie neige zum Perfektionismus und setze sich selbst unter Druck. Von Kindesbeinen an habe sie große Angst vor Messern. Das sei so schlimm, dass sie sich nicht einmal neben einen Familienangehörigen hinstellen könne, wenn der ein Meser in der Hand hatte. Sie habe auch Höhenangst und leichte Engeangst. Sie sei leicht ungeduldig. Rotwein vertrage sie nicht, führt zu Migräne. Gern esse sie Butter und sie sei niemals durstig. Das Knien tue ihr in den Gelenken weh. Sie habe Schmerzen in den Kniescheiben, wenn sie die Knie lange gebeugt halte, z.B.nach längerem Sitzen. Oft habe sie Schwindel, z.B. nach dem Bücken. Sie leide an brüchigen Nägeln und insgesamt an sehr trockener Haut.
(Lit. aus AHZ Bd. 239 (1994)