Winter, Dr. Norbert

Die Sprache der Krankheit (CD)

Die Sprache der Krankheit (CD)
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Boger und die Semiotik
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Der Verlag: "Jeder Kranke ist ein Tempel der Natur" (C. W. Hufeland) Zu Bogers Zeiten... mehr
Produktinformationen "Die Sprache der Krankheit (CD)"
Meißner Hahnemannzentrum e. V., Berufsfachschule Meißen, 11./12. November 2017
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Beschreibung

Der Verlag:

"Jeder Kranke ist ein Tempel der Natur" (C. W. Hufeland)

Zu Bogers Zeiten befand sich die Medizin in einem Spannungsfeld zwischen antiker Säftelehre, Vitalismus und der neu aufkommenden Zellularpathologie - eine Epoche euphorischen Aufbruchs, voller pharmakologischer und chirurgischer Verheißungen. Doch die traditionellen diagnostischen Methoden gerieten darüber zunehmend aus dem ärztlichen Blick.

 

Heute orientiert sich die universitäre Medizin fast nur noch an messbaren Parametern und bildgebenden Verfahren. Ein derart beschränkter diagnostischer Rahmen erschwert jedoch die unmittelbare Wahrnehmung der Krankheit mit allen Sinnen, also das Verständnis ihrer ganz eigenen Sprache: den vorhandenen Zeichen und Symptomen.

Die uralte Semiotik (Zeichentheorie), darunter besonders Kompetenzen wie Puls-, Schweiß-, Urin- und Zungendiagnose, aber auch die Bewertung von Krisenzeichen, droht immer mehr in Vergessenheit zu geraten.

 

Dr. Norbert Winter war hierzulande der maßgebliche Pionier bei der neuzeitlichen Wiederentdeckung Cyrus Maxwell Bogers. Sein jüngeres Anliegen ist es, den kostbaren Erfahrungsschatz der Semiotik neu zu erschließen, um sie - in Verbindung mit modernen diagnostischen Möglichkeiten - auf zeitgemäße Weise zu nutzen.

 

Denn gerade in der Homöopathie ist ein umfassendes Verständnis für den Ausdruck der Krankheit entscheidend für die Qualität der Behandlung, insbesondere für eine zielsichere Arzneiwahl. Wie nahmen die alten Homöopathen Krankheit wahr? Wie gingen sie anamnestisch vor? Wonach unterschieden sie Krankheitszustände? Worauf gründeten sie ihre Arzneientscheidungen? Wie sind die feinen Differenzierungen der Repertoriumsrubriken zu verstehen?

 

Die Semiotik ermöglicht gewissermaßen einen Blick "hinter" die Kulissen des pathologischen Geschehens. Sie bedarf einer genauen Beobachtung des Krankheitsverlaufs und seiner Dynamik. Aus ihrer praktischen Anwendung ergeben sich zudem erweiterte prognostische Möglichkeiten. Um jedoch der Falle einseitiger, kategorialer Umdeutungen von Zeichen in (scheinbar) feste Pathologien zu entgehen, sollte semiotisches Denken und Kommunizieren stets in einer phänomenologischen (beschreibenden) Ausdrucksweise stattfinden.

 

Diese Ausdrucksweise findet sich auch in unseren Repertorien wieder. Jedoch wurden seit ihrer Entstehung, unter dem Primat diagnostischer Begriffe und einem veränderten Sprachgebrauch, viele alte Rubriken miss- oder gar unverständlich. Bestimmte Husten-, Fieber-, Schweiß- oder Pulsqualitäten, Gesichtsausdrücke, Hauterscheinungen u. a. Aspekte müssen im zeitlichen Kontext ihrer Entstehung neu verständlich gemacht werden. Bei guter Kenntnis dieser Bedeutungen können Repertorien eine Brücke zwischen Semiotik und klinischer Diagnostik schlagen. Sie bewahren den gesammelten Erfahrungsschatz semiotischer Beobachtungen - ohne spekulative Deutung und diagnostische Reduktion. Da sie jedoch stets nur einzelne Aspekte der Symptomatik abbilden können, bleibt die Materia medica für die Arzneiwahl unerlässlich und maßgeblich.

 

Anhand eigener Fälle sowie verschiedener Kasuistiken anderer Autoren führt uns Norbert Winter in seinem Meißner Seminar ins semiotische Denken hinein. Dabei geht er auf die wichtigsten Bereiche der Zeichenlehre ein und stellt - auch anhand einer Vielzahl von Fällen - beispielhafte Qualitäten ausgewählten Rubriken gegenüber (v. a. aus Bogers Synoptic Key). Sie werden dadurch nicht nur in ihrer ursprünglichen Bedeutung klarer, sondern erscheinen bisweilen in ganz neuem Licht.

 

Ein besonderes Anliegen Winters ist die nahezu verloren gegangene Kunst des Pulsfühlens. Ein ausführlicher Exkurs verdeutlicht seinen großen Nutzen für die ganzheitliche Beurteilung eines individuellen Krankheitszustands und als ergänzende Verlaufskontrolle. Ein weiterer Exkurs widmet sich dem heutzutage so wichtigen klinischen Gebiet der Krebserkrankungen, die hier aus semiotischer Sicht diskutiert werden.

 

Dr. Norbert Winters jüngste Pionierarbeit: ein Sprachgrundkurs der Semiotik, eine hochkarätige Einführung in die Grammatik und das Vokabular von Krankheit!

 

Fälle

1) 50-jähriger Mann mit alter Gonorrhoe (Boger)
2) 79-jähriger Mann mit drohendem Apoplex (Boger)
3) 5-jähriges Mädchen mit Angstsymptomatik (N. Winter)
4) Kind mit Keuchhusten (Boger)
5) 9-jähriges Mädchen mit Fieber (Boger)
6) Spinnenfall - Latrodectus (Boger)
7) 42-jährige Frau - Z. n. Subarachnoidalblutung (N. Winter)
8) 55-jähriger Patient mit Nesselsucht (Srinivasan)
9) 38-jährige Frau mit kolikartigen Schmerzen im Abdomen (N. Winter)
10) Fall von G. Royal
11) Lungenkongestion (Boger)
12) 30-jähriger Mann mit Folgen von übermäßigem Kaffeegenuss (N. Winter)
13) 40-jährige Frau mit Mamma-Ca, Lungenembolie, Knochenmetastasen u.a. (N. Winter)
14) Frau mit Lippen-Ca (Boger)
15) 22-jährige Frau mit Mamma-Ca (R. Hayes)
16) 40-jährige Patientin mit Psychose nach Krebs-Vorgeschichte (N. Winter)

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