Fall-Rätsel

"Zahnungsbeschwerden mit Diarrhoe"
Am 18.06.1982 wird Horst Hauptmann ein knapp einjähriges Mädchen vorgestellt wegen Diarrhoe. Seit einer Woche habe sie weiche. zuletzt regelrecht durchfällige Stühle; Entleerungen mehrmals täglich, morgens explosionsartig spritzend, von heller, grün-gelber Farbe und säuerlichen Geruchs. Die Mutter sagt, es hinge wohl mit den Zähnchen zusammen, denn sie beiße ständig fst auf die Zahnreihen. Beide Wangen seien rot. Die klinische Untersuchung verläuft ohne Besonderheiten.
Auf ein Mittel in D12 erfolgt baldige Besserung. Welches?
(Lit:: Meili, W.: Grundkurs in klassischer Homöopathie, Sonntag Verlag 1988, vergriffen)

Fall-Rätsel

Fall: (Sportverletzung, Bänderüberdehnung der Fußsohle)
Ein Fußballer klagte über erhebliche Schmerzen an der Fußsohle. Die Diagnostik wies auf eine Verstauchung des sog. 'Pfannen- oder 'Plattfussbandes' (Lig. calcaneonaviculare plantare, engl. spring ligament) hin. Nach bewährter Indikation wurde _?_ gegeben, allerdings ohne die gewünschte Wirkung.
Der Behandler E. Thomas fragte den Patienten, ob er seit der Verletzung frostig sei.
Ganz im Gegenteil, der Patient ertrug keine warmen Räume, hatte Verschlimmerung tagsüber und eine deutliche Verbesserung, wenn er kalte Dinge auf seinen Fuss legte. Die weitere Untersuchung ergab einen sonst nicht üblichen geblähten Bauch mit Abgang von Winden.
(Lit: Thomas, E., Homoeopathy for Sports, Exercise and Dance)

Fall-Rätsel

2 Fälle: 'Kreuzbeinschmerzen' / 'Nasenspitze juckend'

Fall 1: 'Kreuzbeinschmerzen'
In die Sprechstunde von Julius Mezger schleppt sich ein junger Ingenieur mühsam an 2 Krücken, weil er seit 6 Monaten wegen einer fortschreitenden, lähmenden Schwäche der unteren Gliedmaßen kaum noch gehen kann. In den Knien ist sie besonders ausgeprägt, deutlicher nach Koitus und begleitet von Schmerzen in der Lumbosakralgegend.(< sitzen). Es zeigt sich eine deutliche Minderung der Patellarreflexe. Angesichts dieses so charakteristischen Arzneimittelbildes nennt J. Mezger sofort die Arznei (Metall) und überrascht den Patienten, da dieser mit dem Metall täglich beruflich zu tun hat.

Fall 2: 'Nasenspitze juckend'
Eine junge, äußerst sensible Frau mit innerer Ruhelosigkeit erzählte J. Mezger von ihrer unausstehlich juckende Nasenspitze. Sie meinte, dass es vielleicht die Nerven machten.
Ein anderer männlicher Patient (Schneider, schlank, Mitte 30) hatte das gleiche unausstehliche Jucken an der Nasenspitze, dazu noch mit ständigen Niesen verbunden. Seine weitere Symptomatik ließ an ein Ulcus duodeni denken. Er arbeitete kaum noch mit der Nadel (Schneider), dafür umso intensiver mit der Nase.
Beiden Patienten wurde mit einer Arznei geholfen.
(Lit.: Mezger, J./ Fröhlich, U., Gesichtete homöopathische Arzneimittellehre, 13. Auflage 2017)

Fall-Rätsel

Fall: 'Uterusprolaps'

Marvin A. Custis berichtete von einer 28 jährigen Frau (Mutter von 2 Kindern). Sie leidet an Uterusprolaps, Ulzeration der Zervix, dunkler, übelriechender Leukorrhoe. Ihr Organismus ist erschöpft und ihr Gesichtsausdruck ist sehr leidend. Reizbar, nörgelt an jedem herum und erträgt keinen Widerspruch. Unruhig, möchte sich umherbewegen, da sie sich besser fühlt, wenn Körper und Geist beschäftigt sind. Sie hat auch heftige Rückenschmerzen und ein wundes schweres Gefühl in der Gebärmutter. Sie sagte, sie würde ihre Gebärmutter immer wahrnehmen.
(aus Murphy, R.: Klinische Materia Medica)

Welche(s ) Symptom(e) führten zur angezeigten Arznei?

Fall-Rätsel

Augenschmerzen, durch Verletzung?
Ein Student, der im Basketball Team (State University Iowa) spielte, kam in die Klinik und bat um die gleiche Arznei, die sein Mitspieler dort schon erfolgreich bekommen hatte, weil er unter den gleichen Beschwerden an den Augen litt. Routinemäßig griff man zu Ruta grav., jedoch ohne Wirkung nach 1 Woche. Genaueres Nachfragen ergab folgendes. Der Student hatte beim Lesen überhaupt keine Schwierigkeiten mit seinen Augen. Selbst bei künstlichem Licht und längerer Lesezeit hatte er keine Probleme. Nach wenigen Minuten Basketball spielen oder bereits beim Zuschauen seines Teams jedoch begannen seine Schmerzen in den Augen, die immer stärker wurden.
(aus George Royal, The Homoeopathic Therapy of Diseases of the Brain and Nerves)
Welche Symptome sprechen für Ruta?
Welche Arznei passte in diesem symptomarmen Fall besser als Ruta ?

Fall-Rätsel

Fall: Verletzung am Ellenbogen
Von Dr. K. Stauffer wird folgender Fall berichtet.
Eine 45 jährige Frau mit nervösen Temperament verletzte sich vor 5 Wochen ihren linken Ellenbogen durch einen harten Stoß mit sofortigen quälenden Nervenschmerzen, die sich bis in die Fingerspitzen erstreckten, welche aber recht bald wieder aufhörten. 1 Woche nach dem Unfall entwickelten sich bei der Frau plötzlich unerträgliche Schmerzen im linken Arm, die nach oben ausstrahlten (Richtung Wirbelsäule und Brustbein).
Die Schmerzen waren reißend, bohrend, schneidend und waren jeden Abend (23 Uhr) besonders unangenehm. In der Bettwärme (> Wärme) allerdings besserten sich die Schmerzen dann deutlich. Auch tagsüber verschwanden die Schmerzen fast vollständig, wenn sie ihren Arm nicht bewegte (< Bewegung). Eine Verbesserung der Schmerzen stellte sich auch bei Druck ein, leichte Berührung allerdings führte zur Verschlimmerung der Schmerzsymptomatik. Die Patientin war reizbar und ruhelos. Der Arm war geschwollen und warm, während die Hand kühl war. Jede Berührung des Arms führte zu stärksten Schmerzen. Bei der Untersuchung fiel auf, dass die Patientin Gichtknoten an den Fingern aufwies. Offensichtlich litt die Patientin bereits unter einer Neuralgie im linken Arm im Zuge ihrer gichtigen rheumatischen Anlage, die durch den Unfall (Stoß) wieder aktiviert wurde.
Dr. Stauffer griff nicht vorschnell zu Hypericum als das bekannteste Mittel für Nervenverletzungen, weil die Symptomatik sehr deutlich auf eine andere Arznei hinwies.
(Lit: aus Barker, J.E.: Miracles of Healing, Ind. Ed.)

Fall-Rätsel

Fall: Migräne mit Übelkeit
Dr. J. Weir veröffentlichte im British Homoeopathix Journal folgenden Fall.
Der 52 jährige Parrer stellt sich am 18.02.1913 Dr. J. Weir erstmalig vor und klagt über Kopfschmerzen. Seit 30 Jahren hatte er alle paar Wochen fürchterliche Kopfschmerzen für 2 Tage. Zu Beginn fühlt er sich schwach, seine Kopfschmerzen beginnen schwach, steigern sich dann im Laufe des Tages und führen dann zum Erbrechen, worauf hin sich der Kopfschmerz etwas bessert. Er vergräbt dann seinen Kopf am liebsten im Kopfkissen und fühlt sich elend. Er liegt wie ein Klotz im Bett, wie benommen, wacht kurz auf, um sich zu übergeben und schlummert dann weiter. Der Schmerz an eher umgrenzten Stellen des Kopfes fühlt sich an, als würde dort ein Nagel in den Kopf getrieben werden. Die Kopfschmerzen bessen sich bei Druck, beim Liegen auf der betroffenen Stelle, im Dunkeln mit geschlossenen Augen und bei absoluter Stille. Licht, Geräusche sowie jede Lageveränderung verschlimmern seine Beschwerden. Weiterhin leidet der Patient unter Schwindelgefühle beim Bücken, nach oben schauen oder beim Heben seiner Hände über den Kopf. Außerdem hat er bei jedem Wetterwechsel Probleme mit seiner Galle (Kolikartige Schmerzen). Schwäche überfällt ihn, sobald er sich nachts hinlegt. Sonst fehlt ihm nichts und er klagt nicht über seinen Zustand.
Welche Arznei erhielt der Pfarrer von Dr. J. Weir?
(Lit: aus Barker, J.E.: Miracles of Healing, Ind. Ed.)

Fall-Rätsel

'Akuter allergischer Schub (Farmerlunge)'
Im März 1992 kommt ein 33 jähriger Mann wegen seiner seit 1981 bestehenden exogen-allergischen Alveolitis (Farmerlunge) zu K.J. Müller. Während der akuten Schübe wurde er bisher mit Cortison behandelt. Im März 1992 kommt es zu einem ausgeprägten Asthmaschub nach Allergenkontakt (Heuschimmelpilze). Der Patient arbeitet in der Landwirtschaft und gibt seine Beschwerden knapp aber präzise an.
- Extreme Luftnot, bei kleinen Anstrengungen das Gefühl, "als seinen Hals und Bronchien zu."
- Drückender Kopfschmerz von der rechten zur linken Schläfe, "wie eine Drahtspange über die Stirn".
- Stechen wie ein Messer an der rechten Niere.
- Stechende Schmerzen im Brustkorb
- Das Herz klopft "fester".
- Allgemeine Schlappheit und Abgeschlagenheit.
Nach Gabe von ??? war die Atemnot nach 1 Woche so gut wie verschwunden.
(Lit: verkürzt aus Archiv für Homöopathik Bd.2, 1993)

Fall-Rätsel

Fall: Rezidivierende Bronchitis
Im Dezember 1934 wurde ein 6 jähriger Knabe zu Dr. Mezger gebracht, der seit 1 Jahr nach einer eitrigen Mittelohrentzündung wegen seiner fortgesetzten fieberhaften Erkältungen (meist Bronchitiden) seine Eltern zur Verzweiflung brachte. Am Hals waren zu beiden Seiten reichlich geschwollene Lymphdrüsen zu spüren. Die Rachenschleimhaut war wulstartig geschwollen und tief rot. Der Nervenzustand des Kindes hatte sehr gelitten: er war ängstlich und verscheucht, daher wurde er von den anderen Kindern gehänselt; ferner überempfindlich und weinte viel.
(Lit.: J. Mezger, Gesichtete homöopathische Arzneimittel)

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Fall (Grippaler Infekt, "Erkältung")
Eine 58 jährige Frau hat seit bereits 14 Tagen eine Erkältung mit den üblichen Erscheinungen, mäßig erhöhte Temperatur und "wie gewohnt" an der Unterlippe einige mittelgroße 'Herpesblüten', die gerade am Zusammenfließen sind. Da außer dem Fließschnupfen, der wundmachend ist, keine wahlanzeigenden Symptome und Modalitäten zu erhalten sind orientiert sich O. Eichelberger an den sog. Lippenherpes bei der Auswahl der Arznei. Rhus-t., auch Nat-m, beide nacheinander in der LM18 verordnet und jeweils einige Tage auf ihre Wirkung beobachtet, brachten nicht das mindeste. Nach nochmaligem Überdenken der Sachlage empfahl O. Eichelberger ein weiteres Medikament, das bereits am Tag nach der Einnahme - nach kurzfristiger Verschhlimmerung - den Schnupfen und anderen Grippeerscheinungen beseitigte.
(Lit.: Eichelberger, O., Klassische Homöopathie Bd.2)

Fall-Rätsel

Fall (Grippaler Infekt)
Ein 9-jähriges Mädchen kommt vom Spielen mit eiskalten Gliedern nach Hause und fühlt sich krank. Sie ist nörgelig, will gegen ihre Gewohnheit lieber allein sein. Sie plagt ein Husten, der im Liegen schlimmer ist, sie muss sich bei stärkeren Hustenanfällen aufsetzen. Der Husten ist schmerzhaft im Hals. Außerdem hat sie stechende Schluckschmerzen, die beim Trinken von warmen Getränken aber kaum zu spüren sind. Der Hals tut weh, wenn sie kalte Luft einatmet, das Zimmer muss kräftig geheizt sein.
(Lit: aus Tauscher, M.: Homöopathische Arzneimittellehre für die Praxis)

Fall-Rätsel

Fall (Gastritis mit Erbrechen)
Ein 7 jähriges Mädchen, das bereits seit Jahren schon alle 2-3 Wochen an Anfällen von Erbrechen leidet, kommt zu J.T. Kent in die Praxis, Bei diesen Anfällen hat es hohes Fieber, ein rotes Gesicht und Durst auf eiskaltes Wasser. Das Erbrochene ist gelb-grünlich wie Galle und das Kind weist gelbe Skleren auf (Gelbsucht); der Stuhl enthält Unverdautes und sie neigt zur Verstopfung. Sie ist äußerst empfindlich gegenüber kaltem Wetter, doch ihre Magensymptome sind schlimmer bei warmen Wetter. Je wärmer das Wetter, um so schlimmer sind die Anfälle von Erbrechen. Bei kaltem Wetter hat sie aufgesprungene Lippen. Die Zunge ist dick belegt. Kalte Hände und warme Füße, Haut marmoriert. Aufgeregtes Gemüt mit abwechselndem Weinen und lachen.
Die heilende Arznei wurde in Hochpotenz (10M, 50M, CM) verordnet, aber welche?
(Lit.: Kent, James Tyler, Homöopathische Schätze, Schriften Fälle Aphorismen)

Fall-Rätsel

Fall (Schulterschmerzen)
Eine blonde, blauäugige adipöse ältere Patientin leidet seit 1 Jahr an krampfartigen Schmerzen im linken Schultergürtelbereich, die in den Oberarm ausstrahlen (Schmerzmittel notwendig). Merkwürdig ist, dass sich die Schmerzen nur beim Laufen im Freien einstellen. Selbst Schwimmen und andere körperliche Anstrengungen mit der Schulter machen ihr keine Schwierigkeiten. Leichte Besserung durch kalte Umschläge. Zusätzlich verspürt sie ein ständiges Ameisenkribbeln mit Taubheitsgefühl in den Händen und Fingern. An weiteren Symptomen fiel noch eine Unverträglichkeit von warm geheizten Zimmern auffällig.
Der linke Arm und die Schulterregion sind seit einer Mammaradikaloperation (Mamma-Ca.) durch einen Lymphstau etwas geschwollen. Die Schmerzen der Schulter kann der behandelnde Neurologe jedoch nicht eindeutig zuordnen.
(Lit. KH 39, 4 1995)

Fall-Rätsel

Fall-Rätsel (Herzbeschwerden)
Für die Urlaubszeit nur einen kleinen Fall von S.R. Phatak, in dem sich eine typische Charakteristik einer Arznei zeigt. Phatak's Patient litt unter einer nicht näher bezeichneten Herz-Kreislauf Erkrankung mit Brustschmerzen und starkem Herzklopfen. Nur wenn er seine Hand auf die linke Brustseite hielt, verringerten sich seine Brustbeschwerden etwas. Welches Symptom führte S.R. Phatak zur passenden Arznei ? Einige wenige Einnahmen des Mittels in der C30 verschafften dem Patienten eine deutliche Verbesserung.

Fall-Rätsel

Fall (Brechdurchfall)
Ein 31 jähriger Lehrer klagte über schmerzhaften Brechdurchfall nach dem Genuss einer verdorbenen Pizza. Er lag schon 4 Tage im Bett, fror, war schlapp, blass und nahm an Gewicht ab, besonders in der Nabelgegend schmerzte es.
Aber auch schon vorher hatte er öfter Durchfälle, besonders im Zusammenhang mit Stress und unterdrücktem Ärger in der Schule. Die Bauchschmerzen kamen auch nachts.
Weiteres Befragen ergab Abneigung gegen Milch, Verlangen nach Obst, Übelkeit, die nach dem Essen verging. Die Nase war verstopft. Beim Schneuzen morgens kam aber nichts.
Was die Stimmung betrifft, war er oft reizbar und ungeduldig. Der Leib war weich mit lauten Bauchgeräuschen. Die Nasenspitze war kalt. Hände und Füße waren schweißnass und kalt. Die Zunge war grau belegt mit abgegrenzten Rändern. Die Magen-Darm-Zone auf dem Rücken war bindegewebig verhärtet.
Auf das passende Mittel, 1 Glob. C30, hörten schon nach 3 Tagen Bauchschmerzen und Durchfälle auf.
(Lit.: Leers, H., Einfache Homöopathie in Fallbeispielen, Bd.1 --> leider vergriffen)

Fall-Rätsel

Fall (Trigeminusneuralgie)
Eine 40 jährige Frau litt seit einem Jahr an linksseitiger Trigeminusneuralgie und kam 1986 in die Praxis von Hans Leers. In dem Jahr kamen die Schmerzen 10 Wochen lang bis zu 6 mal am Tag. Sie strahlten bis zum linken Auge aus (mit Tränenfluss), ausgelöst durch Sprechen, Lachen oder Naseputzen. Sie setzten plötzlich ein und nahmen dann wieder langsam ab (auch ohne Analgetika). Das Gesicht war dabei gerötet. Außerdem klagte die Patientin über nächtliche Krämpfe in den Zehen. Eine Ursache der Gesichtsneuralgien war nicht bekannt. Sie kann nur sagen, dass sie täglich im Gefrierhaus zu tun hat. Wenn Sie morgens einen Eimer trägt, wird ein Finger blau und schwillt an. Die Finger "sterben" zeitweise auch ab; reiben bessert dann.
Sie bekamm gleich das richtige Mittel in C30 (Glob.). Nach 4 Wochen sagte sie: "Gegen vorher ist das gar nichts mehr." Auch der Finger wurde nicht mehr blau und taub. 3 Monate später traten ihre Beschwerden wieder auf. Daraufhin bekam sie die Arznei in der D500 und ein Monat später wieder in der C30. Seitdem ist alles gut - keine Gesichtsschmerzen mehr! Ihrer Tätigkeit im Gefrierhaus kann sie ohne Beschwerden nachgehen.
Welche Symptome führten Hans Leers zur helfenden Arznei und welche war es?
(Lit.: Hans Leers, Einfache Homöopathie in Fallbeispielen, Band 1 - Leider vergriffen)

Fall-Rätsel

Fall (Geistige Verwirrung)
Eine 45 jährige Frau kommt zu Dr. B.N. Banerjee aufgrund bereits Monate dauernder Zustände geistiger Verwirrung. Nach Verlust ihres Sohnes vor einiger Zeit traten deutliche Zeichen von Redseligkeit mit albernen Benehmen und Schwindel auf. Am ganzen Körper hatte sie Schmerzen, verschlimmert durch Berührung. Über Kälte der linken und Hitze der rechten Körperseite berichtete sie. Alle Nahrungsmittel sind ihr widerwärtig, da sie alle wie verdorben (faulig) riechen. Im Gesicht fielen ihre weit geöffneten Augen auf. Ignatia wurde erfolglos in mehreren Potenzen verabreicht. Für welche Arznei spricht dieses Symptomenbild ?
(aus Lit: Dr. N.M. Choudhuri, A Study on Materia Medica, Indian Edition)

Fall-Rätsel

Fall (Nieren-/ Blasenkolik)
Ein 42 jähriger Mann kommt im Jahre 1885 erschöpft von seinen dumpfen heftigen Schmerzen in der linken Nierengegend zu Erastus E. Case. Seine Schmerzen sind im Liegen etwas besser, doch erwacht er öfter auch auf dem Rücken liegend mit diesen Schmerzen, die dann durch Druck und Reiben etwas nachlassen. Manchmal schießen diese Schmerzen vom Rücken nach unten in die Oberschenkel. Weiterhin klagt er unter beständigen Schmerzen in der Blase manchmal mit Stichen und Prickeln in der Harnröhre, häufiger jedoch schießen die Schmerzen hinunter bis in die Knie.
Brennen beim Wasserlassen (z.T.auch mit unfreiwilligem Harnabgang, Urin sauer, gallig farben). Juckreiz und Feuchtigkeit am Anus und am Hodensack (mehr links) sind schlimmer, wenn die Schmerzen am Rücken (Nierengegend) besser sind und umgekehrt.
(Lit.: aus Erastus E. Case, Some Clinical Experiences)

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Fall (chronischer Schmerz am Steißbein)
Seit einigen Jahren leidet eine 40 jährige Patientin bereits an Schmerzen am Steißbein, die durch Sitzen und überhaupt jeglichen Druck am Steißbein schlimmer werden. Weitere Symptome finden sich bei der Befragung.
- Taubheitsgefühle in den Händen in der Nacht
- Stuhlgang schwierig, mit dem Gefühl der Einschnürung des Rektums während des Stuhlgangs
- Allgemein geht es ihr schlechter bei kaltem Wetter und bei Zugluft (selbst an recht warmen Tagen).
Die heilende Arznei in 200. Potenz für 3 Tage und danach 1 x die Woche bis zur Besserung verbreicht und nach Rückkehr der Beschwerden nochmalige Gabe der Arznei für 3 Tage besserten die Schmerzen deutlich. Doch brauchte es noch einige Monate bis die jahrelangen Schmerzen der Patientin vollständig verschwunden waren.
(Lit: aus Gunavante, S.M.: Introduction to Homoeopathic Prescribing, Ind. Ed.)

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Fall (Akuter Heuschnupfen)
Die Patientin (42 Jahre) kommt mit einem aufgeschwollenen Gesicht, v.a. die Lider sind fast ganz zugeschwollen, sie sieht nur noch durch einen schmalen Spalt. Das Gesicht juckt und brennt sehr. Die Schwellung ist mit weinroten Flecken durchsetzt, nicht überall rot. Leichter Tränenfluss (nicht wundmachend). Die Bindehaut ist geschwollen und rot (Chemosis). Das Gesicht ist links etwas stärker betroffen.
(Lit:: R. Keller, Die akute Heuschnupfenbehandlung in der homöiopathischen Praxis)

Fall-Rätsel

Fall: Herzbeschwerden nach Ärger
C. Hering beschreibt in seinem Werk Analytisches Repertorium der Geistessymptome
(Hrsg. Till Verlag) folgende kurzgefasste Kasuistik.
Die Patientin hat bei einer Herzklappenerkrankung ein Zittern und Flattern des Herzens, welches im Herzen bis zwischen die Schultern als quälend schmerzhaft gespürt wurde; dies verbreiterte sich aufwärts, selbst bis in den Kopf, wo es ebenfalls als schmerzhaftes Pochen empfunden wurde; gleichzeitig schien die Luft beim Einatmen so kalt zu sein, daß dieselbe selbst in den Lungen als sehr unangenehm kalt empfunden wurde. Diese Symptomatik zeigt sich besonders nach verdrießlicher Geistesaufregung, wozu die Patientin sehr geneigt war.
Welche Arznei wählte C. Hering?

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Fall (Gastritis u. Heuschnupfen)
Eine 36 jährige Frau klagte schon seit Jahren über brennende Magenschmerzen einige Zeit nach dem Essen. Fett (Sodbrennen) und Milch (Durchfall) verträgt sie nicht gut.. Sie trinkt lieber warme Getränke als kalte. Auch das Zimmer hat sie gern gut warm. Früher erwachte sie öfter nachts mit Hunger. Manchmal hat sie das Bedürfnis nach einem alkoholischen Getränk.
Ihre Ehe ist schlecht, viel Ärger, den sie hinunter schluckt, damit es keinen Streit gibt. Dadurch kommen dann aber auch die Magenschmerzen. Sie schläft dann auch schlecht.
Zur Vorgeschichte erfährt Dr. Leers , dass sie nach der Geburt ihres 2. Kindes eine Mastitis gehabt habe und seitdem (10 Jahre) auch an Heuschnupfen mit viel Niesen und Erstickungsgefühl leidet, und zwar nicht nur zur Zeit der Gräserblüte, sondern schon lange vorher.
Die Zunge ist grau belegt, der Magen druckschmerzhaft und gebläht. Bei der Untersuchung fällt auf, dass sie sehr kleine Brüste hat, obwohl sie sonst nicht mager ist.
Ein Mittel schien zugleich auf die Gastritis und auch auf den Heuschnupfen zu passen

Fall-Rätsel

Fall (Kopfschmerzen)
Frau, 35 Jahre, wohlbeleibt, litt nach erstem Eintritt ihrer Menses nun schon seit 15 Jahren an Kopfschmerzen. Ihre Kopfschmerzen beschrieb sie als heftig und dumpf, den ganzen Kopf einnehmend; sie musste auf der Seite liegen und konnte nicht einen Augenblick auf dem Hinterkopf ruhen, nicht das geringste Licht vertragen. Das geringste Geräusch erweckte Ekel, Übelkeit und Erbrechen. Die Anfälle dauerten 36-48 Stunden und begannen gewöhnlich am 3.-4. Tag nach Beginn der Menstruation. Diese war reichlich, aber schmerzlos.
Die passende Arznei in hoher Potenz, während eines Anfalls gegeben, befreite die Frau 3 Monate von ihrem Leiden. Sie bekam weiter das gleiche Mittel und hatte dann keinen weiteren Rückfall.
(Lit: O. Eichelberger, Klassische Homöopathie Bd.2)

Fall-Rätsel

Fall (Angststörung)
Ein 22 jähriges, immer gesundes und kräftiges Mädchen hat seit 5 Wochen einen ängstlichen, verstörten Blick und klagt, es sei in ihrem Kopfe nicht richtig. Sie werde wohl verrückt werden, denn sie habe eine fürchterliche Angst, Tag und Nacht keine Ruhe, so als ob sie jemanden ermordet habe. Die Angst lasse ihr keine Ruhe und nehme ihr den Appetit. Weiterhin klagte sie über Schwindel zum Vornüberfallen, fliegende Hitze im Gesicht und heftiges Herzklopfen mit Brustbeklemmung. Bitterer Mundgeschmack, Stuhl hart und weiß-gelb. Herzgrube und linkes Hypochondrium druckempfindlich. Das Mittel besserte am nächsten Tag, Heilung in einigen Tagen.
(aus Lit: Eichelberger, O.: Klassische Homöopathie Bd.2)
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